Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Vorbereitende Arbeiten für die dauerhafte Sicherung der Flusssohle am Wehr Wieblingen haben begonnen

Datum 15.11.2019

In der 46. Kalenderwoche hat die mit den Arbeiten für die dauerhafte Sicherung der Flusssohle unterhalb des Wehres Wieblingen beauftragte Wasserbaufirma Reinhold Meister aus Hengersberg begonnen, ihre Baustelle einzurichten. In den kommenden Wochen finden kleinere bauvorbereitende Arbeiten ober- und unterhalb des Wehres statt. Die Hauptarbeiten werden im Frühjahr 2020 starten und aufgrund des Abflussgeschehens des Neckars voraussichtlich zwei
Jahre dauern.

Bei einem Wasserabfluss über das Wehr Wieblingen treten im Unterwasser Turbulenzen auf, die aufgrund des Fehlens eines Tosbeckens im Laufe der letzten Jahrzehnte zu großen Vertiefungen in der Gewässersohle geführt haben. Wird dem Fortschreiten der Vertiefungen kein Einhalt geboten, kann dieses die Stand- und Betriebssicherheit der Wehranlage und der Trennmauer zwischen Altneckar und Schleusenkanal gefährden. Damit diese Gefährdungslage nicht eintritt, muss das weitere Eintiefen der Gewässersohle mit einer dauerhaften Sohlsicherung unterbunden werden.

Im Jahr 2014 hat das Amt für Neckarausbau Heidelberg (ANH) erste Sicherungsmaßnahmen ausgeführt. Hierbei wurde eine Zuwegung von der Vangerowstraße hergestellt sowie ein Teil der erforderlichen Spundwand entlang der Wehranlage, des Kraftwerkkanals sowie der Trennmauer gesetzt.

Bei den ab Frühjahr 2020 anstehenden Arbeiten handelt es sich um die abschließenden Maßnahmen zur Sohlsicherung. Diese umfassen die restlichen Arbeiten zur Herstellung von Spundwänden sowie um die Abdeckung und damit Sicherung der Gewässersohle mit einer Steinschüttung.
Die Arbeiten umfassen eine Wasserfläche von ca. 6.700 m². Um den Hochwasserabfluss künftig weiterhin gewährleisten zu können, ragen nach Abschluss der Arbeiten weder die Spundwände noch die Steinschüttung aus dem Wasser heraus.

Das für die Sohlsicherung erforderliche öffentlich-rechtliche Genehmigungsverfahren
erlangte seine Bestandskraft am 08. März 2019.


Die mit der Sohlsicherung verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft kompensiert das ANH im Wesentlichen mit der Herstellung einer Flachwasserzone am Ufer des Altneckars im Eingangsbereich von Wieblingen. Derzeit werden hierzu detaillierte Planunterlagen erstellt, die
Grundlage für die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen im Jahr 2020 sein werden.


Für Auskünfte und Fragen steht Ihnen Herr Dipl.-Ing. (FH) Johannes Fick vom Amt für Neckarausbau Heidelberg unter der Telefonnummer 06221/507-401 (-481) gerne zur Verfügung.


Einen Lageplan der Baumaßnahmen zur Baustellenandienung finden Sie im Folgenden.