Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Amt für Neckarausbau Heidelberg

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Inhalt: Fischaufstiegsanlage Ladenburg

Fischaufstiegsanlage Ladenburg

Daten der bestehenden Fischaufstiegsanlage
Länge mit Wendelungen: ca. 90 m
Beckenanzahl: 21
Ruhebecken: 2
Beckenbreite: 2,10 m
Beckenlänge: 3,00 m
Wasserspielgelunterschied
je Becken:
0,20 m
Schlitzweite: 0,30 m
Wassertiefe: 1,00 m
Abfluss: 525 l/s
Bypassleitung DN 300 zur Erhöhung der Lockströmung: 250 - 300 l/s
   
Erneuerung der Fischaufstiegsanlage: 2007
 
 
Abgeschlossenes Bauprojekt

Während der Bauarbeiten zur Grundinstandsetzung des Wehres Ladenburg kam es im Sommer 2002 infolge von ungünstigen Bauzuständen und extremen Neckarabflüssen, welche in kurzen Abständen zu mehreren aufeinander folgenden Hochwasserwellen führten, neben Uferabbrüchen im alten Neckar auch zur Beschädigung des mittleren Teils der dortigen Fischaufstiegsanlage.

Die alte Fischaufstiegsanlage von 1926 war nach einem Gutachten der Universität Stuttgart günstig gelegen und wurde von den Fischen aufgrund ausreichend vorhandener Lockströmung noch vergleichsweise gut angenommen. Die Steigung der Fischaufstiegsanlage und die Ausgestaltung der Becken entsprachen allerdings nicht mehr den heutigen Anforderungen an den Fischaufstieg aller im Neckar vorhandener Fischarten.

In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe und den Interessenvertretern der Fischereiverbände wurde zur Wiederherstellung der Fischaufstiegsanlage folgender Kompromiss an vorhandener Stelle gefunden: die Fischaufstiegsanlage mit einem deutlich geringeren Anstieg wiederherzustellen. Damit ist es für die Fischarten im Neckar weitaus einfacher den Höhenunterschied zu überwinden. Der vorhandene Durchstich unter der Zufahrtsstraße zum Wasserkraftwerk und die Mündungsstelle im Seitenkanal sollten erhalten bleiben. Wegen der beengten Platzverhältnisse waren andere Alternativen, wie eine naturnahe Bauweise des Fischaufstiegs, z.B. als raues Gerinne oder Verbindungsgewässer, nicht zu realisieren. Mit der Ausführungsplanung wurde das auf derartige Planungen spezialisierte Ingenieurbüro Dr. Gebler aus Walzbachtal beauftragt. Die Ausführung der Bauarbeiten übernahm auf der Grundlage einer öffentlichen Ausschreibung die Fa. Dupré aus Speyer.

Durch die gewählte Lösung wurde der Fischaufstieg insgesamt etwa doppelt so lang wie bisher. Da Start- und Zielpunkt an gleicher Stelle bleiben sollten, konnte die Überwindung des Höhenunterschiedes nur durch einen serpentinenartigen Grundriss realisiert werden. Die gefundene Lösung stellte einen Kompromiss zwischen den Verpflichtungen der WSV und den Anforderungen der Landesbehörden beim Bau neuer Fischaufstiegsanlagen dar.

Die Gesamtbaukosten für die Wiederherstellung des Fischpasses beliefen sich auf ca. 490.000 €.

 

Fischaufstiegsanlage Ladenburg im Bau
Fischaufstiegsanlage Ladenburg