Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Amt für Neckarausbau Heidelberg

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Inhalt: Wehr Wieblingen - Kolksicherung

Wehr Wieblingen

Bauwerk

Das Wehr Wieblingen ist Bestandteil der Staustufe Schwabenheim. Die Staustufe Schwabenheim setzt sich aus der Schleuse Schwabenheim, die am unteren Ende des 5 km langen Seitenkanals Wieblingen liegt, den Kraftwerken Schwabenheim und Wieblingen sowie der Wehranlage Wieblingen zusammen. Die Wehranlage Wieblingen liegt mit dem Kraftwerk in Höhe des beginnenden Seitenkanals. Unterhalb der Wehranlage beginnt der Altneckar. Weiterhin befindet sich zwischen dem Seitenkanal Wieblingen und der Wehranlage eine Fischtreppe.

Die in den sechs Wehrfeldern installierten zur Stauhaltung dienenden Verschlüsse haben eine Gesamthöhe zwischen 4,20 m und 6,00 m. Mit dem Heben und Senken der Wehrverschlüsse wird der Wasserstand und damit die Wassertiefe in den Stauhaltung Wieblingen / Schwabenheim geregelt. Über die Wehrfelder und den Seitenkanal führt ein Wehrsteg als öffentlicher Fußweg. Dieser verbindet den Heidelberger Stadtteil Bergheim mit dem Stadtteil Neuenheim.

Daten der bestehenden Wehranlage
 
Baujahr: 1923 - 1925
Stauziel: NN + 105,26 m (im Oberwasser)
Höhenunterschied UW-OW: 4,26 m
Anzahl der Wehrfelder: 6
Verschlussart:



3 Walzen
1 Walze mit Aufsatzklappe (neu)
1 Hakendoppelschütz
1 Schütz mit Aufsatzklappe (neu)
Breite der Wehrfelder: 4 x 27,10 m, 2 x 20,00 m

 

Bauvorhaben

Im Laufe der Zeit haben sich im Unterwasser des Wehres Kolke (Auswaschungen des Bodens) gebildet, daher erfolgt zunächst die Sicherung des Kolks. Ursache für die Bildung und Fortschreitung des Kolkes ist, dass unter den geöffneten Wehrverschlüssen das abzuführende Wasser mit sehr hoher Energie hindurch schießt. Üblicherweise wird an Wehranlagen im Unterwasser ein sogenanntes Tosbecken (zum Beispiel in Form einer Betonschwelle) zur Vernichtung dieser hohen Energie vorgesehen. Das Wehr Wieblingen besitzt kein solches Tosbecken. Das Fehlen dieses Tosbeckens hat zur Folge, dass sich im Unterwasser der Wehranlage eine erhebliche Vertiefung in der Flusssohle, ein sogenannter Kolk, gebildet hat. Kontrollpeilungen im Unterwasser haben gezeigt, dass dieser Kolk mittlerweile Tiefen von über 8 m gegenüber der ursprünglichen Flusssohle aufweist und sowohl immer tiefer als auch größer wird und wandert. Es ist damit zu rechnen, dass durch eine fortschreitende Eintiefung und Ausdehnung dieses Kolks sowohl die Standsicherheit und damit die Betriebssicherheit der Wehranlage als auch die Standsicherheit der Trennmauer zum Seitenkanal Wieblingen gefährdet sind.

Zur Stabilisierung der Trennmauer zum Seitenkanal erfolgte daher bereits im Dezember 2009 eine Aufschüttung mit Wasserbausteinen entlang der Trennmauer. Diese Sicherungsmaßnahme wirkt jedoch nur dauerhaft, wenn  wie im Folgenden geplant, der Kolk mit sogenannten Wasserbausteinen aufgefüllt und befestigt wird.  Zur Stabilisierung werden diese Wasserbausteine mit Unterwasserbeton vergossen. Zusätzlich erfolgt der Einbau von Spundwänden, welche die baulichen Anlagen vor Erosion schützen sollen.

Im Anschluss an die Sicherung des Kolks wird die Wehranlage durch einen kompletten Neubau ersetzt.

 

Pressemitteilungen zur Baumaßnahme

04.11.2013: Kolksicherung am Wehr Wieblingen

06.08.2014: Arbeiten am Wehr Wieblingen zur Gewährleistung der Stand- und Betriebssicherheit

 

Wehr Wieblingen, Plan mit Kolken
Wehr Wieblingen, Aufschüttung mit Wasserbausteinen
Wehr Wieblingen, Plan für das Einrammen von Spundwänden
Wehr Wieblingen,Einrammen von Spundwänden