Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Amt für Neckarausbau Heidelberg

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Inhalt: Schleuse Gundelsheim

Schleuse Gundelsheim mit Fließrichtung und Schleusenverlängerung

Bauwerk

Die Stauanlage Gundelsheim ist eine Flussstaustufe und besteht in Fließrichtung des Neckars aus einer Doppelschleuse am linken Ufer, einem dreifeldrigen Wehr und einem Kraftwerk am rechten Ufer. Unmittelbar unterhalb der Schleusenkammern kreuzt eine Straßenbrücke (L 528) den Neckar. Aufgrund der örtlichen Bedingungen wird die Schleuse nach Unterwasser verlängert.  In der rechten Kammer wurden 1992 die Tore sowie die Antriebs- und Steuerungstechnik erneuert. Die Schleusenkammerwände befinden sich in einem schlechten Zustand und Ausrüstung wie z.B. Poller und Steigleitern sind veraltet. In der linken Kammer sind die Tore und Antriebe noch aus der Bauzeit und weisen deutliche altersbedingte Verschleißerscheinungen auf.

Daten der bestehenden Schleusenanlage
Baujahr:  
Linke Kammer: 1958
Rechte Kammer: 1935
Stauziel: NN + 142,83 m (im Oberwasser)
Hubhöhe: 4,20 m
Nutzbare Schleusenkammerlänge: 109 m
Kammerbreite: 12,0 m
 
Bauvorhaben

Bevor die Grundinstandsetzung und Verlängerung der rechten Schleusenkammer angegangen wird, erfolgt die Modernisierung der linken Kammer. Somit kann jederzeit ein reibungsloser Schleusenbetrieb gewährleistet werden. Die Modernisierung der linken Schleusenkammer umfasst die Erneuerung der Tore sowie der Antriebs- und Steuerungstechnik.

In der rechten Schleusenkammer sind altersbedingt die Kammerwände dringend sanierungsbedürftig. Dazu ist der Beton an Kammerwänden, Planien und Molen bis zu einer Tiefe von 40 cm abzubrechen und mit einer in den Bestand verankerten, bewehrten Betonschicht (in Form einer Vorsatzschale) neu aufzubauen. Im Rahmen der ca. 40 m weiten Verlängerung dieser Schleusenkammer nach Unterwasser wird das Tor ausgetauscht und die Antriebs- und Steuerungstechnik auf den heutigen Stand der Technik gebracht. Zur Vermeidung einer späteren Schiffsanfahrung an das Untertor, erfolgt der Einbau einer neuen Seilstoßschutzanlage. Die Bauarbeiten umfassen ebenso die Anpassung von Antriebshäusern und Kabelkanälen sowie die Erneuerung der Schleusenausrüstung (z.B. Poller, Steigeleitern).

Da die Vorhäfen im Ober- und Unterwasser über ausreichend Länge verfügen, sind nur geringe Anpassungsmaßnahmen erforderlich.

 

Schleuse Gundelsheim im Bau, ca. 1933
Schleuse Gundelsheim, 1935
Schleuse Gundelsheim
Schleuse Gundelsheim
Schleuse Gundelsheim